Wachsverarbeitung

Ziel und Prinzip des Naturwabenbaus

Das Ziel des Naturwabenbaus in der Imkerei ist, einen nachhaltigen Wachskreislauf zu schaffen. Dabei wird versucht, das Bienenwachs möglichst aus eigenen Mitteln zu gewinnen und zu erneuern. Ein eigener Wachskreislauf reduziert die Notwendigkeit des Kaufs von Fremdwachs und stärkt die Unabhängigkeit des Imkers.

Schritte für einen eigenen Wachskreislauf:

Einschmelzen von Altwaben (Nassschmelze)

Bienenwachs schmilzt bei ca. 62 °C. Die maximale Erhitzungstemperatur des Bienenwachses beträgt 300 °C.

Einschmelzprozess im Kochtopf:

Besser: Dampfwachsschmelzer verwenden

Ein Dampfwachsschmelzer vereinfacht den Prozess erheblich – einfach füllen, anschalten und fertig!

Desinfektion des Bienenwachses

Um Sporen im Bienenwachs abzutöten, wird das Wachs in einen geeigneten Topf gegeben (nur halb voll füllen, um Spritzer zu vermeiden) und kurz auf 140 °C erhitzt. Nach etwa einer halben Stunde auf 120 °C abkühlen lassen. Durch vorsichtiges Erhitzen des Bienenwachses auf 140–160 °C kann das Wachs desinfiziert werden, um gefährliche Faulbrutsporen sicher zu vernichten.

Klärung des gefilterten Wachses

Falls das Wachs nach der ersten Klärung nicht ausreichend gereinigt ist, kann der Schmelzvorgang noch einmal wiederholt werden, bis das Wachs klar und rein ist.

Ein nachhaltiger Wachskreislauf ist nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern hilft auch, die Kosten der Imkerei zu senken und die Qualität des eigenen Bienenwachses zu sichern.


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