Arbeiterinnen, die sich um die Brutpflege kümmern. Nach dem Schlüpfen führen Bienen unterschiedliche Tätigkeiten aus, abhängig von ihrem Alter und ihrer physiologischen Entwicklung. Im Alter zwischen 4 und 10 Tagen ist die Kopfdrüse am aktivsten und bildet Futtersaft für die jüngsten Maden. Eine weitere Aufgabe ist die Temperaturregulation im Volk.
Ursprünglich natürlich gebildete Stoffwechselprodukte von Pilzen oder Bakterien, die in geringer Konzentration das Wachstum anderer Mikroorganismen hemmen oder abtöten.
Der wissenschaftliche Name der westlichen Honigbiene. Sie unterteilt sich in verschiedene Rassen wie Apis mellifera mellifera, Apis mellifera carnica, Apis mellifera caucasica oder Apis mellifera ligustica.
Einer der drei Bienenwesen in einem Volk (neben Königin und Drohnen). Die Arbeiterinnen sind weiblich, bilden den Hauptteil der Population und erledigen alle Alltagsarbeiten: Brutversorgung, Reinigung des Bienenstocks und Nahrungssuche.
Bienen im Alter von 12 bis 18 Tagen, deren Wachsdrüsen besonders aktiv sind. Sie sind hauptsächlich für den Wabenbau im Stock zuständig.
Die Gesamtheit aller imkerlichen Maßnahmen und Handhabungen an den Bienenvölkern über das Bienenjahr hinweg. Sie richtet sich nach Region, Klima, Trachtangebot und imkerlicher Zielsetzung (Stand-, Wander- oder Bestäubungsimkerei).
Die künstliche Behausung der Bienen. Man unterscheidet Materialien (Holz, Styropor, Stroh) und Bauformen (Magazin-, Trog- oder Klotzbeute). Heutzutage wird überwiegend die Magazinbeute verwendet.
Der von Bienen in den Waben eingelagerte, mit Enzymen versetzte und durch Milchsäuregärung haltbar gemachte Pollen.
Ein Gemisch verschiedener Sekrete (u. a. Melittin, Phospholipase A2, Histamin). Es enthält Alarmpheromone, die bei Bedrohung andere Bienen zur Abwehr anlocken.
Enges Zusammenrücken der Bienen zum Wärmeerhalt oder Schutz, z. B. als Bau-, Schwarm- oder Wintertraube.
Das Baumaterial der Waben, welches von den Arbeiterinnen in speziellen Drüsen am Hinterleib ausgeschwitzt wird.
Die Gesamtheit aller erreichbaren Pollen-, Nektar- und Honigtauquellen im Flugkreis des Bienenstandes.
Ein Wert von 0 bis 4, der die Ergiebigkeit einer Pflanze bezüglich Nektar und Pollen für Bienen angibt.
Insektenstich zur Verteidigung. Abgesehen von Insektengift-Allergikern oder Stichen im Rachenraum meist ungefährlich.
Verhaltensweise der Sammelbiene, während eines Fluges ausschließlich Blüten derselben Pflanzenart anzufliegen. Dies sichert die Befruchtung der Pflanzen.
Eine Wabe, die fast vollständig und lückenlos mit verdeckelter Brut belegt ist (bei Zander bis zu 5.000 Zellen).
Die Gesamtheit der Nachwuchsstadien (Eier/Stifte, Larven, Puppen) sowie die Waben, auf denen sie sich befinden.
Der untere Bereich bzw. die unteren Zargen einer Beute, in denen die Königin stiftet und die Brut aufgezogen wird.
Eine von Bruder Adam im Kloster Buckfast gezüchtete ertragreiche, friedliche und schwarmträge Bienenrasse.
Auch Krainer Biene genannt. Eine weit verbreitete, sanftmütige und ertragsstarke Bienenrasse aus dem südöstlichen Alpenraum.
Die männliche Biene. Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern (Parthenogenese), besitzen keinen Stachel und dienen primär der Begattung junger Königinnen.
Das Vertreiben der Drohnen aus dem Bienenstock durch die Arbeiterinnen am Ende des Sommers (meist ab August), wenn keine Begattung von Königinnen mehr ansteht.
Das von der Königin auf den Grund einer Wabenzelle gelegte Ei. Es ist langgestreckt und wird vom Imker als "Stift" bezeichnet.
Biokatalysatoren, die von Bienen dem Nektar beigefügt werden (z. B. Invertase), um Mehrfachzucker in Einfachzucker umzuwandeln und den Honig haltbar zu machen.
Komplexaugen der Biene, zusammengesetzt aus Tausenden Einzelaugen. Sie ermöglichen hervorragendes Bewegungsehen und die Wahrnehmung von UV-Licht.
Bakterielle Brutkrankheit. Die Amerikanische Faulbrut (AFB) ist eine meldepflichtige Tierseuche, die durch sporenbildende Bakterien (Paenibacillus larvae) verursacht wird.
Ein kunstlich gebildetes Bienenvolk, bei dem Bienen von Waben abgefeget und mit einer neuen Königin vereinigt werden.
Pflanzenfarbstoffe mit antioxidativen und gesundheitsfördernden Eigenschaften, die u. a. im Honig und Propolis vorkommen.
Erwachsene Biene in der zweiten Lebenshälfte (ab ca. 20. Lebenstag), die Nektar, Pollen, Wasser oder Kittharz sammelt.
Der Sammelradius um den Bienenstand. Er beträgt im Normalfall bis zu 3,5 km.
Der ring- oder halbkreisförmige Vorrat aus Honig und Pollen direkt oberhalb des Brutnestes auf einer Wabe.
Der kopfdrüseneigene Futtersaft der Ammenbienen. Er dient als Nahrung für alle jungen Larven und als ausschließliche Nahrung für Königinnenlarven während ihrer gesamten Entwicklung.
Der Abfall, der auf den Boden der Beute fällt (Wachskrümel, Gemüllpartikel, Varroamilben). Aus seiner Analyse (Gemülldiagnose) zieht der Imker Rückschlüsse auf Volkswachstum und Gesundheit.
Ein Abbauprodukt von Fruchtzucker. Ein hoher HMF-Wert weist auf Wärmeschäden oder zu lange/falsche Lagerung des Honigs hin.
Der Begattungsflug einer jungen Königin, bei dem sie sich in der Luft auf einem Drohnensammelplatz mit mehreren Drohnen paart.
Ein dem Mitteldarm vorgelagerter Kropf zum Transport von Nektar und Wasser. Ein Ventil verhindert das Weiterleiten in den eigenen Verdauungstrakt.
Zuckerhaltiges Ausscheidungsprodukt pflanzensaugender Insekten (z. B. Rinden- und Schildläuse). Ausgangsstoff für Wald- und Tannenhonig.
Ein altes mittelhochdeutsches Wort für Biene.
Ein Wichtiges Enzym im Bienenkörper, das den Rohrzucker (Saccharose) im Nektar in Trauben- (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) spaltet.
Farbcode zur Kennzeichnung von Bienenköniginnen im 5-Jahres-Rhythmus: Weiß (Endziffer 1/6), Gelb (2/7), Rot (3/8), Grün (4/9), Blau (5/0).
Das einzige voll entwickelte, geschlechtsreife weibliche Bienenwesen im Volk, welches für das Eierlegen verantwortlich ist.
Ein künstlich zusammengestelltes Volk aus abgefegetem Bienenmaterial verschiedener Waben und einer neu zugesetzten Königin.
Rinden- und Schildlausarten auf Nadel- und Laubbäumen, die den Honigtau für Waldhonig absondern.
Ein schwaches Nektarangebot, das den Bienen gerade zum Überleben reicht, aber keinen Überschuss für eine Honigernte bringt.
Standardisierte, nach oben erweiterbare Bienenbehausung aus einzelnen übereinandergestapelten Kisten (Zargen).
Ein dreifacher Zucker im Honigtau. Er lässt den Honig bereits im Wabenbau extrem schnell fest werden ("Zementhonig").
Geprägte Bienenwachsplatte, die in den Rähmchen befestigt wird, um den Bienen den Bau von regelmäßigen Arbeiterinnen-Zellen vorzugeben.
Duftdrüse am Hinterleib der Biene zur Orientierung von Volksmitgliedern am Flugloch oder Futterplatz.
Freier Wabenbau der Bienen ohne vorgegebene Mittelwand.
Eine durch Microsporidien hervorgerufene Magen-Darm-Erkrankung erwachsener Bienen.
Organische Säure, die vor allem in der brutfreien Zeit im Winter zur wirksamen Bekämpfung der Varroamilbe eingesetzt wird.
Ein Kalender, der sich nach Naturerscheinungen und Blühphasen von Zeigerpflanzen richtet.
Der an den Hinterbeinen der Sammelbiene zu festen Klumpen höschenförmig zusammengestellte Blütenstaub.
Von Bienen gesammeltes Harz von Baumknospen, welches antibiotisch wirkt und zum Abdichten von Ritzen dient.
Das gegenseitige Bestehlen von Honigvorräten fremder Völker in trachtarmen Zeiten.
Optisches Prüfgerät zur exakten Bestimmung des Wassergehalts im Honig.
Der erste Ausflug im Frühjahr/Spätwinter, bei dem Bienen ihre Kotblase außerhalb der Beute entleeren.
Tanzformen der Kundschafterinnen im Bienenstock zur verständlichen Übermittlung von Entfernung und Richtung zu Ertragsquellen.
Die natürliche Art der Volksvermehrung, bei der die alte Königin mit einem Teil der Bienen die Beute verlässt.
Rauchgerät des Imkers, das den Bienen Waldbrand vorspiegelt und sie friedlicher macht.
Das unentbehrliche Werkzeug des Imkers zum Trennen verklebter Rähmchen und Zargen.
Das gesamte Angebot an Nektar, Pollen und Honigtau in der Natur zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Lautäußerungen von schlupfreifen Königinnen zur Absprache und Kontaktaufnahme auf den Waben.
Das Umlagern von frisch eingetragenem Nektar durch Stockbienen in höhere Wabenbereiche zur Honigreifung.
Ein parasitäres Spinnentier, das sich in der Bienenbrut vermehrt und die weltweit größte Bedrohung für Honigbienen darstellt.
Hitzetod eines Bienenvolkes durch Sauerstoffmangel und Überhitzung bei verschlossenem Flugloch.
Regelmäßiger Wabenwechsel (Einschmelzen alter Waben) zur Gesunderhaltung des Bienenvolkes.
Das Verstellen von Bienenständen an Orte mit ergiebigen Massentrachten (z. B. Raps, Linde, Tannenhonig).
Kugelförmiges Zusammenrücken der Bienen in der kalten Jahreszeit zur gegenseitigen Erwärmung.
Direkte Einwirkung des fremden Pollens auf die Gewebe der Samenanlagen bei der Bestäubung.
Anatomische Bezeichnungen der Nerven- und Körpersegmentierungen bei Insekten.
Ein weit verbreitetes Beutensystem, erfunden von Professor Enoch Zander um 1900.
Holz- oder Kunststoffrahmen einer Magazinbeute, welcher die Rähmchen aufnimmt.