Wachswaben

Erst durch die Erfindung der Holzrähmchen ist unter Schonung des Wabenwerks die Ernte mit einer Schleuder möglich. Honigwaben können entnommen und der Honig dann durch Schleudern geerntet werden. Die leeren Waben können anschließend wieder ins Volk gehängt werden.

Schleudern:

Der Honig wird durch die Zentrifugalkräfte, die beim Drehen des Schleuderkorbes entstehen, aus den Wabenzellen gezogen. Die Voraussetzung, damit der Honig gut aus den Zellen fließt, ist, dass er noch leicht flüssig ist. Die Waben sind wenn sie frisch der Beute entnommen wurden noch temperierten.

Wachsverarbeitung

Wachsverarbeitung

Ziel und Prinzip des Naturwabenbaus: Das Ziel des Naturwabenbaus in der Imkerei ist, einen nachhaltigen Wachskreislauf zu schaffen. Dabei wird versucht, das Bienenwachs möglichst aus eigenen Mitteln zu gewinnen und zu erneuern. Ein offener Wachskreislauf reduziert die Notwendigkeit des Kaufs von Fremdwachs und stärkt die Unabhängigkeit des Imkers. Schritte für einen offenen Wachskreislauf: Trennung von hellen und dunklen Waben: Altwaben werden in helle (maximal 2 Jahre alt) und dunkle Waben aufgeteilt. Einschmelzen von Altwachs: Die sortierten dunklen Waben und werden eingeschmolzen und zu Wachsblöcken verarbeitet. Verarbeitung von Eigenwachs: Die Altwachsblöcke (Eigenwachs) können bei einem Bienenwachs-Verarbeiter zu neuen Mittelwänden verarbeitet werden. Einschmelzen von Altwaben (Nassschmelze): Bienenwachs schmilzt bei 62 Grad Celsius. Die maximale Erhitzungstemperatur des Bienenwachses beträgt 300 Grad Celsius. Einschmelzprozess im "Kochtopf": Regenwasser im Schmelztopf erhitzen (Schmelzpunkt Bienenwachs > 62 Grad). Waben- und Wachsteile einschmelzen. Kokonreste von der Oberfläche abschöpfen. Das Wachs-Trester-Gemisch im heißen Zustand durch ein Sieb gießen. Besser - Dampfwachsschmelzer verwenden: Ein Dampfwachsschmelzer kann den Prozess vereinfachen - einfach füllen, anschalten und fertig! Desinfektion des Bienenwachses: Um Sporen im Bienenwachs abzutöten, das Wachs in einen geeigneten Topf geben (nur halb voll füllen, um Spritzer zu vermeiden) und kurz auf 140 Grad erhitzen. Nach etwa einer halben Stunde auf 120 Grad abkühlen lassen, was die gefährlichen Faulbrutsporen abtötet. Durch vorsichtiges Erhitzen des Bienenwachses auf 140-160 Grad Celsius kann der Wachs desinfiziert werden, um Faulbrutsporen zu vernichten. Klärung des gefilterten Wachses: Den Topf etwa zu einem Viertel mit Wasser füllen. Wachsrohlinge (1 bis 1,5 kg) hinzufügen und schmelzen lassen. Das flüssige Wachs durch ein Feinsieb mit einer Strumpfhose in einen Abkühlbehälter gießen. Das Wachs langsam abkühlen lassen, um Schmutzteilchen absetzen zu lassen. Wenn das erkaltete Wachs aus dem Topf gestürzt wird, können die verbliebenen Schmutzreste vorsichtig mit einem Messer abgekratzt werden. Falls das Wachs nach der ersten Klärung nicht ausreichend gereinigt ist, kann der Schmelzvorgang wiederholt werden, bis das Wachs klar und rein ist. Ein nachhaltiger Wachskreislauf ist nicht nur ökologisch, sondern hilft auch, die Kosten der Imkerei zu senken und die Qualität des eigenen Bienenwachses zu sichern. Ist das Wachs nicht ausreichend geklärt, Schmelzvorgang noch einmal wiederholen.